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Unser Umgang mit Licht spiegelt unser Verhältnis zu der Ursubstanz, aus der wir entstanden sind und die uns täglich belebt. Das für unsere Augen wahrnehmbare Licht stellt nur ein winziges Fenster im Schwingungsspektrum des Universums dar, symbolisiert jedoch seine Ganzheit. Und unser Umgang mit diesem Fenster ist symbolisch für unser Verhältnis zur Quelle allen Lichts – also in letzter Konsequenz für unseren Umgang mit uns selbst.


Licht+Mensch

Licht für
Hochbetagte

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Licht für Hochbetagte

aus: Tagungsband `Symposium Licht und Gesundheit´ Berlin 06

Die Augenlinse wird mit zunehmendem Lebensalter weniger lichtdurchlässig, besonders für das kurzwellige Ende des Spektrums (=ultraviolett, violett, blau). Ältere Menschen benötigen deshalb zur Befriedigung gleicher Sehbedürfnisse mehr Licht als jüngere, erhalten aber häufig weniger. Sind sie wegen Einschränkungen ihrer körperlichen und/oder geistigen Leistungsfähigkeit ans Haus gefesselt, verschärft sich die Situation. Unterbeschäftigt und mangelhaft beleuchtet nicken sie am Tage häufiger ein und leiden bei Nacht unter Ein- und Durchschlafstörungen. Dadurch verschlechtert sich nicht nur ihr Gesundheitszustand. Es steigt auch ihre Abhängigkeit von der Pflege durch Angehörige oder Pflegepersonal.

Durch eine Optimierung der circadianen Beleuchtung (`circadianer Rythmus´ =biologischer 24 Stunden Rythmus) können die funktionellen Störungen der zeitlichen Funktionsordnung erheblich reduziert werden. Bei vorgegebenen, starren Bettruhezeiten kann durch das Management der circadianen Beleuchtung die circadiane Phasenlage der Bettruhezeit angepasst werden. Eine Erhöhung der Beleuchtungsstärke bei Tage verbessert auch ohne Verschiebung der circadianen Phase die Qualität des nachfolgenden Schlafs.

Durch eine Modifikation der Dauer der nächtlichen Dunkelphase lässt sich der Schlaf komprimieren, wodurch lästige und unerwünschte Wachphasen während des Nachtschlafs reduziert werden. Als Folge einer erhöhten Schlafqualität bessern sich Vigilanz, Stimmung, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit am Tage. Diese Verbesserungen können durch eine optimale Beleuchtung während der Tagesstunden zusätzlich unterstützt werden.

Wolfgang Ehrenstein,
"Das Management der circadianen Beleuchtung", Seite 96


siehe auch: Karin Bieske, Oskar Dierbach, Illmenau/Mühlheim an der Ruhr: "Evaluation des Einsatzes von tageslichtähnlichem Kunstlicht in der gerontopsychiatrischen Pflege und Betreuung Hochbetagter", Seite 108
Hans Meffert, H-P. Scherf, H. Piazena, Berlin: "Wieviel UV, VIS und IR braucht der Mensch?", Seite 139

seifenblasen


Licht für Hochbetagte

von: Light for Wellness

Vollspektumlicht, das auch die wachhaltenden Anteile des natürlichen Tageslichts enthält (Ultraviolett A+B), ist ursprünglich eine Nasa-Entwicklung, die seit langem erfolgreich in der Lichttherapie gegen Winterdepressionen eingesetzt wird.

Da gewöhnliche Fensterscheiben dieses Ultraviolett weitgehend ausfiltern, leiden an Innenräume gebundene ältere Menschen häufig an quantitativem UND qualitativem Lichtmangel.

Durch dem Naturlicht nachgebautes helles Vollspektrumlicht wird ihr Organismus aktiviert, sie sind tagsüber wacher, präsenter, kontaktfreudiger, also auch selbständiger. Das bewirkt, daß sie nachts tiefer schlafen, sich besser regenerieren und dadurch gesünder bleiben. Wer ständig nur noch vor sich hindämmert ist unzufriedener und braucht mehr Pflege.

Diese höhere Lichtqualität erfordert allerdings auch eine bewußtere Lichtgestaltung: Die Entblendung sollte konsequent beachtet werden, und da Tageslicht in unbunter Umgebung hart und kalt wirken kann ist eine behutsame Raumfarbgestaltung wichtig.

Am besten lässt sich Vollspektrumlicht über Farbfilter in den Raum bringen, dadurch erübrigen sich in vielen Fällen sogar die Beleuchtungskörper.

Im Wechselspiel dazu kann abends warmes, infrarothaltiges Licht eingesetzt werden, das die körpereigene Erzeugung des Schlafhormons Melatonin anregt, die vorher durch Ultraviolett unterdrückt wurde.

Das Atelier `Light for Wellness´ beschäftigt sich bereits seit über zwanzig Jahren mit ganzheitlicher Licht- und Farbgestaltung. Der Erfahrungsbogen erstreckt sich von der wissenschaftlichen Basisarbeit (akupunkturärztliche Tests 1999) bis hin zur künstlerischen Praxis.

© Andreas Stiasny 2009 - DI Architektur - Licht+Farbvision
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